Wache Weihnacht


567a7ac4c3618868038b4591Frohe Weihnacht?

Vermutlich geht es nicht nur mir so. Die Einstimmung auf das Weihnachten 2015 gelingt nur mit irritierenden Störgefühlen.
Zu tief wirken die Bilder von Zerstörung, zerbombten Städten und unendlich vielen Menschen in Not in der Seele, die doch zum Jahresausklang nach Frieden sich sehnt.

Es ist Kriegsweihnachten.

Viele stehen, wie ich, staunend vor den Trümmern dessen, was wir einmal als unsere vorbildliche Art der Zivilisation gewöhnt waren wahrzunehmen. Inzwischen haben die meisten gemerkt, dass der Einmarsch des Westens in den Nahen Osten ein über Generationen wirkender schlimmer Fehler war. Dass man Terrorismus nicht stoppen kann, indem man Wohngebiete bombardiert. Das gleicht jenem, der von einer Wespe gestochen zum Wespennest geht, um mit dem Baseballschläger darauf einzudreschen. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie es ihm daraufhin ergeht …

Doch nicht nur, dass wir keine Demokratie und Freiheit über Kriege exportieren können, mehr noch: wir selbst sind von Freiheit und Demokratie so fern wie noch nie im Jahre 2015. Schon Marc Aurel wusste: „Freiheit bedeutet die Teilhabe an der Macht“. Doch wir haben keine Teilhabe an der Macht. Wir haben billige Zuschauerplätze vor einem Medienspektakel, das uns von vorne bis hinten belügt, manipuliert, für dumm verkauft und alles tut, um aktiven Widerstand gegen den globalen Wahnsinn im Zaum zu halten.

Das dunkelste Zeitalter yet

Insofern stehen wir vor dem Anbeginn eines der dunkelsten Zeitalter der Menschheit, dem Zeitalter, indem der globale Neofeudalismus Raum greift. Ein Zeitalter in dem Demokratie, Mitbestimmung, Bürgerrechte etc. nichts mehr gelten, da die Großkonzernstrukturen im Sinne einer Profitorientierung, besonders in den Branchen Energie, Waffen und Pharmakologie weltweit bestimmend darin sind, wie Menschen leben können. Hinter den Konzern-Strukturen steht eine verschwindend geringe Minderheit von Menschen die nicht reich, sehr reich, unglaublich reich, sondern unvorstellbar reich und mächtig sind. Diese scheinen allen ernstes zu glauben, sie wüssten wie man einen Planeten führt und regiert. Aber sie wissen es nicht. Niemand weiß das. Denn so etwas wurde noch nie – jedenfalls nicht auf der Erde – versucht. Die gigantischen zentralistischen Strukturen, die diese Klasse in Anschlag bringt, um die Welt zu steuern, die Arbeitskraft der Menschen optimal auszubeuten und ihren machtkranken Fantasien zu unterwerfen, sind aus ganz grundsätzlichen Gründen ungeeignet, um menschliche Gesellschaften human erträglich zu organisieren.

Demokratie funktioniert nur im Kleinen

Hierzu bedarf es des Subsidiaritätsprinzips, kleiner überschaubare Gruppen, in denen Demokratie tatsächlich lebbar ist und in die übergeordnete Strukturen nur hinein regieren, wenn es tatsächlich alle betreffen muss. Eine Art globaler Multizwiebelschichten-Organisationsform, die wir erst nocherlernen müssen. Und hier zündet ein Fünkchen Hoffnung, denn es gibt durchaus Entwicklungen, die in die richtigen Richtungen gehen.

Aus windgeschützten Ecken werden sie kommen

In Anbetracht der aussichtslosen Lage, was die Machtverhältnisse angeht, können sich solche Entwicklungen aktuell nur in windgeschützten Ecken entfalten und Erfahrungen darüber sammeln, wie man tatsächlich einen Planeten nachhaltig bewohnen kann. Ein weiterer Hoffnungsfunke ist gezündet in der erstarkenden Spiritualität jenseits von Religion in vielen Menschen, die direkt und persönlich spüren, in etwas zauberhaft-heiliges, über alles Hinausgehende eingebunden zu sein. Dass die Materie nicht alles ist, sondern dass sie möglicherweise sogar eine Folge des Bewusstseins darstellt und nicht ihre Basis. Oder um noch genauer zu sein und eines meiner all Time favourite-Meme gelassen auszusprechen: „Sowohl als auch“. In diesem Bereich gibt es ein unglaubliches Sammelsurium von Wahrheiten, Halbwahrheiten Make-Belief, von Wishfull Thinking und tatsächlichen Erkenntnissen.

Erleuchtung? Hier lang, jeder nur sein Licht und erscheinen Sie nüchtern!

Gerade deswegen sind wir aufgefordert – so nüchtern wie möglich – uns mit Möglichkeiten auseinanderzusetzen, die das geltende wissenschaftliche Paradigma sprengen. Und dies eingedenk der Tatsache, dass das geltende wissenschaftliche Paradigma inzwischen auch dafür benutzt wird, um Machtverhältnisse, zum Beispiel in der Energiewirtschaft, zu stabilisieren. Von daher erwarte ich persönlich noch immer sehnsüchtig den ersten Nullpunkt-Free-Energy-Generator, den ich mir ins Wohnzimmer stellen kann. Denn das alte System wird nicht durch einen Machtkampf oder durch Überzeugungsarbeit abgelöst und transzendiert, sondern weil neue Möglichkeiten so viel pragmatischer und stärker werden, das sie das alte System sang- und klanglos ersetzen werden. Dazu ist noch sehr sehr viel Arbeit vonnöten.

Das halte ich im Kopf nicht aus, vom Herzen ganz zu schweigen

In welcher inneren Haltung kann man diese schlimmen Zeiten denn nun aushalten und (üb)erleben? Vom Schlimmen nicht wegschauen, die Tränen weinen und sich dennoch nicht entmutigen lassen, es jeden Tag aufs Neue besser zu machen, ist zumindest für mich die einzige Möglichkeit, nicht verrückt zu werden. Denn die Unterdrückung des Schlimmen, das Wegschauen, die nicht Wahrnehmung, die Verdrängung rächt sich auf vielfältige Art und Weise zu späteren Zeitpunkten.

Also: ja es ist schlimm und dennoch.

Und: ja es ist wunderschön und auch deswegen – dieser Planet ist so bedrückend wundervoll, seine Schönheit sprengt mir oft das Herz. Und auch wenn die Mystiker und Erleuchteten sagen: „Es gibt nichts zu tun, nichts zu erreichen.“ So gibt es doch ein erfülltes Leben zu führen mit den Menschen die man kennt, schätzt und liebt. Und eigentlich reicht das schon. Mir lebensgierigen Freak natürlich nicht. Seit ich aufgewacht bin, kenne ich nur ein Ziel: Möglichst viele andere Wecken.WorldPeace

In diesem Sinne: #worldpeace, wecke Deinen Nächsten wie Dich selbst  & Wache Weihnacht!

Bye bye for now. Hello Future.


me_ostern_2014Es hat mich erwischt. Gestoppt. Aufgehalten. Wie durch einen ausgestreckten Arm, in den ich mit hohem Tempo lief. Naja, nicht ganz so hohes Tempo.  Pretending to be stronger, than I am. Eine meiner Kerndisziplinen …

Nun geht es zunächst um die Genesung von einem Infekt am Fuss – remember to stop running – alsdann um ein Ökologisierung meines gesamten Lebens.  Als Selbstständiger, der des Tochters Internat und zum Teil noch die geschiedene Familie unterstützt, ein paar Schulden abzahlt, das Übliche – geht das ganz gut, wenn alles super läuft. Nun, über Aufträge brauche ich mich nicht zu beklagen; das muss eher weniger werden  …

Nur – wenn ich nicht mehr laufen kann, klappt sofort gar nichts mehr. Hatte ich erwähnt, seit 30 Jahren dreimal die Woche 7 Stunden zur Blutwäsche zu gehen? Ach ja – und in einer Rockband mit gerade erschienener – und Top-besprochener CD – spiele ich auch noch.

Seit anderthalb Jahren habe ich zudem mit erheblichem Zeit- und Kraftaufwand in der Piratenpartei versucht – mit äußerst unterschiedlichen Erfolgen – gesellschaftlich Positives zu bewegen. Noch nie begegnete ich einer ‚Branche‘, in der die Reibungsverluste SO hoch sind. Meine aktuelle Beauftragung als Pressesprecher für Strategie und Kommunikation im LV Hessen gab ich heute schweren Herzens zurück. Ich muss dieses Feld anderen und Stärkeren überlassen.  Bleibe Mitglied, vor meinen Kommentaren werden die Piraten und die Gesellschaft auch in Zukunft nicht sicher sein, aber meine Energie nutze ich nun primär zum Aufbau stabiler Lebensverhältnisse.

Und meine Zukunft mit meiner wunderbaren Frau Angelika. Weil das gemeinsam auf der Welt sein mit dem Menschen, den man bis in die letzte Zelle liebt – und dies ins Alter zu tragen – vielleicht die wichtigste, sicher aber eine der schwierigsten Aufgaben ist.

Ihr werdet von uns hören. Kann ein bischen dauern.

Hello Future. Bye bye for now.

Nur mal so … interessehalber: W i e willst Du gelebt haben?


HeadsWorld

…   ist eine sehr viel interessantere Frage als: „W a s  möchtest Du erreichen im Leben“. Auch bin ich der Meinung, dass es viel erfüllender ist, mit anderen an etwas zu arbeiten, dass möglichst häufig das Gefühl des „Guten Gelingens“ für alle Beteiligten ermöglicht, statt in der Kompensation frühkindlichen Schmerzes dem persönlichen „Erfolg“ hinterher zu rennen. Und überhaupt – es geht viel weniger um das Erreichen des Zieles, als um die – aufrechte, wahrhaftige, achtsame – Art und Weise, wie man sich darauf zu bewegt.

Dies eingedenk, teile ich hier meine psychosoziophilosophischen, äh, intuitiven Einsichten – die ich mir selbst unendlich oft gesagt habe – im  Blick auf das politische Arbeiten:

  1. Dass alles so ist, wie wir es wahrnehmen, ist Folge unfassbarer Komplexität und unserer Interpretation davon. Könnte auch anders sein … wir können uns nie wirklich sicher sein …
  2. Glaube fest an das, was Du erkannt hast, und handele daraufhin entschlossen, sonst hast Du gar nichts. Wenn neue Aspekte hinzu kommen, halte sie für möglich, prüfe gewissenhaft und verändere Deinen Glauben rasch und entschieden – dann kehre zurück zum Anfang dieses Satzes ;-).
  3. Welches Gefühl, welche Haltung wir zur Welt und unserer Situation haben, liegt allein in unserer Verantwortung. Um damit umzugehen, ist es erst mal wichtig, einen gewissen Abstand zu sich selbst einzunehmen, um seine eigenen Gefühle wahrzunehmen. Mit der Erfahrung darin wächst unsere Fähigkeit, zu wählen wer und wie wir wann in Bezug wem sein wollen.
  4. Nimm Dich und vor allem Deine Innenwelt ernst. Vor allem, wenn es schmerzhaft sein könnte. Sei mutig, schau Dir ins Gesicht. Die Angst vor dem Schlimmen ist schlimmer als das angeblich Schlimme.
  5. Glaube der Gesellschaft prinzipiell gar nichts, hinterfrage das ‚Homogenisierte Bedeutungs-Feld‘, wo immer Du es bemerkst. Das, was den meisten selbstverständlich ist, verbirgt oft den irrwitzigsten Wahn überhaupt.
  6. Übernehme die volle Verantwortung für Dein – prinzipiell immer vorläufiges – hypothetisches Weltbild.
  7. Leiste passiven, aktiven, lauten oder leisen Widerstand, wenn Du nicht einverstanden bist. Es gibt unzählige Möglichkeiten des Handelns. Wähle die Form mit Bedacht auf ihre Wirkung.
  8. Schließe Bündnisse mit Gleich- bzw. ähnlich- Gesinnten. Würdigt Eure Unterschiedlichkeit und Fähigkeiten. Vertraut einander auf Basis genauer Beobachtung des Handelns. Habt das Gemeinsame Gute Gelingen im Blick.
  9. Gewöhne Dich an Rückschläge aller Art. Sei gnädig mit den anderen – aber vor allem mit Dir selbst, denn die meisten Rückschläge verursachen wir selbst, um daraus zu lernen.
  10. Wir brauchen die Welt nicht retten. Niemand kann das. Nicht einmal Du! Darum geht es auch nicht. Wenn wir ein wenig dazu beitragen, dass es ein bisschen weniger unnötiges Leid um uns herum gibt, haben wir alles erreicht.
  11. Handle, wann immer möglich, aus und mit Freude am Tun. Schenke Deinen Mitmenschen Dein kostbares Lächeln. Sie dürsten danach.
  12. Shine on you crazy Diamond. Never stop.

Vergiss das alles und fühl‘ und denk‘ selbst 😉

Überfällig: Die ‚Zweite Aufklärung‘ – Jenseits von Descartes beginnt die Zukunft noch mal ganz neu


revolutionAls im 18ten Jahrhundert unsere Kultur zu Logik und Verstand, Wissenschaft und dem im Grunde noch immer geltenden Paradigma einer wissenschaftlich mess- und beweisbaren Realität aufwachte, wurde so Einiges mit dem Bade ausgeschüttet. Das Primat der Vernunft (oder sollte es doch besser ‚Der Primat namens Vernunft‘ heißen?) – die behauptete Herrschaft des Denkens über, nun … alles (!) war ein Game-Changer. Die Aufklärung der Vernunft brachte den Sieg der Mechanik, des Reduktionismus in der Wissenschaft, die fürderhin alles in kleine Teile zerlegte und analysierte – und es brachte uns die Nullen und Einsen als letzte verbindliche Sprache der Technologie.

Klasse! Ich finde, dieser Weg hat sich gelohnt. Sonst gäbe es auch diesen Blog nicht. Leider bringen wir dabei unsere Planetenoberfläche so sehr in Bedrängnis, dass wir kurz davor stehen, uns den Ast auf dem wir sitzen, abzusägen. Gott(?!)seidank muss das ja nicht sein! Doch das ist ein weiteres wichtiges Thema. Hier soll es um etwas anders gehen:

Nun, der nächste Game-Changer bricht sich gerade Bahn: Nach der ‚Kognitiven Aufklärung‘ stehen wir am Beginn der nächsten großen geschichtlichen Phase, der:

 ‚Zweiten Aufklärung‘.

Man könnte in Anlehnung an die erste, ‚Kognitive‘ diese die ‚Emotionale Aufklärung‘ nennen. Dabei geht es also um ‚Emotionale Bewusstheit‘. Das bedeutet, dass wir einer Gesellschaft entgegengehen, die etwas zur ‚Illusion‘, zur ‚Puren Einbildung‘, ‚Weiberkram‘ oder Schlimmerem Erklärten, wieder Aufmerksamkeit schenkt. Diesen Bereich für wieder real, ja, für entscheidend hält:

Unsere Emotionalität.

Dabei geschah es aus gutem Grunde so, dass zuerst die kognitive Aufklärung erfolgte: Sie schuf u.a. die gedanklich abstrakten Strukturen, die wir benötigen, um im Rahmen der Zweiten Aufklärung über die Entstehung, Herkunft, Verhärtung, Veränderbarkeit und Heilung von Gefühlen überhaupt für jedermann verständlich sprechen zu können. Ganz abgesehen von unserem biologischen und rasant wachsenden neurologischem Wissen, das die neuesten Erkenntnisse über unser ‚Emotionales Funktionieren‘  für die Gläubigen der ersten Aufklärung erst (kognitiv) vollziehbar macht.

Gefühle? Emotionen? Intensität im Ausdrucksverhalten? Gott bewahre!

Tatsächlich war die Emotionalität des Menschen die meiste Zeit etwas, das es durch stracke kulturell-religiöse Korsagen zu zähmen galt. Nur ganz bestimmte emotionale Äußerungen in bestimmten Kontexten waren überhaupt erlaubt. Männer durften außer Siegesfreude gar keine Emotionalität zeigen. Wir kennen das. Wer ‚unpassend‘ emotional war und fühlte wusste sicher eines: „Ich bin/fühle falsch, da ja nur ich so fühle und erlaubt ist es sowieso nicht“. Die der Ersten Aufklärung folgende Phase der Romantik und des ‚Sturm & Drangs‘ brach das zwar schwärmerisch auf, aber erst ab 1968 krachte die verkrustete Kulturschale der westlichen Gesellschaften richtig auf. Alle vorhergehenden Versuche einer Psychologie, allen voran Freud, erzeugten nur weitere und hinterhältigere, weil nun als ‚wissenschaftlich‘ geltenden Rationalisierungen von: „Der Mensch ist ein schlimmes Tier mit üblen Urtrieben aus einem dunklen Verließ namens ‚Unterbewusstsein‘, die in Schach gehalten werden müssen.“ Freud stand sich an seinem Lebensende ein, dass „meine Psychonanlyse kein Heilverfahren ist.“ Stimmt. Was aber Generationen von Psychoanalytikern nicht davon abhielt, Millionen Klienten ihre Träume erzählen zu lassen, um zu bewerten, was davon pervers, eine Symptomverschiebung oder gesellschaftlich akzeptabel ‚gesund‘ zu nennen war. Zur Ehrenrettung der Branche sei erwähnt, das sich schon früh Widerstand gegen Freuds freudlos-verklemmtes Menschenbild regte. Als einer von vielen Vertretern sei hier Piaget erwähnt. Besonders ihm, aber auch anderen fiel auf, das Kinder, die von Anfang an echte, warmherzige (Mutter-) Liebe genossen hatten, viel eher zu kreativen und emotional stabilen, förderlichen Mitgliedern der Gesellschaft aufwuchsen. Gab man Kindern nur die sich lange, lange, viel zu lange haltende Umgangsweise der kühlen Distanziertheit, wurden diese eher verhaltensauffällig, emotional unreif, gewalttätig etc. Klar, so waren ja Menschen, deswegen mussten diese dann (von ebenso Aufgezogenen) mit harter Strenge auf Linie gebracht werden. Ein Teufelskreis, der sich bis heute in einigen Kulturen und noch viel zu vielen Familien hält.

My Human Baseline: „Wir sind wahrnehmende, fühlende Wesen.“

Riefen auch die Hippies und drückten sich zum Erschrecken ihrer Elterngeneration bunt, laut und völlig über alle Grenzen gehend, aus. Was da hervorbrach war ungeheuerlich. Über Generationen angestaute Gefühle, Unverarbeitetes aus Familie und Kindheit und der Versuch, durch das sprengen aller sexuellen gesellschaftlichen Regeln zur wahren Liebe durch zu brechen. Noch heute haben wir viel daran zu arbeiten, unsere bisher zur Spinnerei erklärte Emotionalität wirklich ernst zu nehmen, einordnen zu können und auf eine Weise zu leben, die für uns selbst und unsere Mitmenschen konstruktiv und förderlich ist.

Again: „Wir sind wahrnehmende, fühlende Wesen.“

Jede Wahrnehmung kommt über einen unsere fünf Sinne in unsere interne Verarbeitung und wird direkt in einen Bedeutungs-Erlebnis umgesetzt. Das darüber nachdenken oder das bewusste bewerten kommt viel später. Insofern müsste man Descartes Ausspruch „Ich denke also bin ich“ übersetzen in :“Ich denke, also habe ich grade etwas erlebt – ich erlebe, also bin ich. Damit gehört der Primat des Denkens der Vergangenheit an. Wie aber geht man mit dem neuen Primat, nämlich den Emotionen, kompetent um. Das hat uns in der Schule bislang noch niemand beibringen können.

Selbsterkenntnis braucht Mut

Sagte Immanuel Kant noch:

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“,

muss die neue Devise lauten

„Habe Mut, dir deiner eigenen Emotionen bewusst zu werden.“

Denn Mut braucht es tatsächlich, weil die Bewusstwerdung der eigenen Emotionen immer mit der Konfrontation der eigenen Vergangenheit und auch unangenehmen bis schmerzhaften Gefühlen zu tun hat. Nun, die Mittel für den Umgang damit sind gegen Ende des letzten Jahrhunderts erstmal für alle verfügbar und erstaunlich effizient. Ob Transaktionsanalyse, Gestalttherapie, Hypnosetherapie, Neuro linguistisches Programmieren, Klientenzentrierte Therapie oder was all der guten neuen und wirkungsvollen Modelle mehr sein.

Die Rückkehr der Intuition

In der ersten Aufklärung wurde alles, was auch nur ansatzweise nach Magie, Aberglauben. Intuition. Zugang zur Transzendenz im allgemeinen oder menschlichen Fähigkeiten wie geistige Vorausschau oder Telepathie klang, als irrational, Irrglaube und antiaufklärerisch geächtet.

Natürlich wurde dadurch das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Und nun nachdem wir wohlfeile kognitive Kategorien und ein sauber strukturiertes Denken unser eigen nennen, dürfen wir uns alldem, was bislang im geltenden Paradigma nicht erklärbar war, mit großer Nüchternheit wieder nähern.

Menschen sind emphatischer denn kriegerisch

Obwohl sich die Menschheitsgeschichte liest wie ein Horrorfilm von Kriegen, Eroberungen und Leid, haben wir Menschen doch immer viel mehr Zeit damit zugebracht, gut zueinander zu sein. Leider steht das in keinem Geschichtsbuch. Und wenn man eine Volksbefragung ausführen würde, die den ganzen Globus umfasst und würde nur eine einzige Frage stellen: „Wollt Ihr in Frieden leben?“ So würde eine Mehrheit von über 99 % dem sicher aus vollem Herzen zustimmen. Die wachsende Bewusstheit in allen Bereichen – sei es kognitiv, emotional oder politisch – und ihre Vermittlung durch das weltweit verfügbare Internet sorgte nicht nur für den sogenannten ‚Arabischen Frühling‘. In Wirklichkeit geht es hier um einen globalen Frühling.

Das 10000000 –äugige Wesen das wir sind, beginnt sich selbst als ‚sich selbst in einer Einheit seiend‘ zu begreifen. Die Menschheit ist, wie der Begriff schon ausdrückt, etwas Geeintes. Je bewusster wir nun in der Kindererziehung, im Umgang miteinander, im politischen Diskurs, in den Ausbildung unserer Lehrer und unsere Kinder werden, desto deutlicher und umfassender wird unsere gemeinsame Haltung zur Art und Weise wie dieser Planet zu beleben sei, deutlich. So frei wie möglich, unter Berücksichtigung der Gesetze der Nachhaltigkeit und so gerecht als irgend möglich. Ich kenne persönlich niemanden, der dem nicht zustimmen würde.

Gut und böse im Dritten Jahrtausend

An dieser Stelle möchte ich eine neue Definition der Kategorien Gut und Böse anbieten. Bislang waren diese Begriffe aus ideologischem und religiösem Hintergrund heraus definiert. Definiert man sie aus emotionaler Bewusstheit, könnten Sie folgendermaßen lauten:

Das BÖSE ist: Zerstörerische Wut, um sich – aus Ohnmacht und Schmerz – über andere oder das Schicksal zu erheben.

Das GUTE ist: Achtsam die anderen zu fühlen und entsprechend zu handeln.

Wir sind wahrnehmende, fühlende Wesen. Lasst uns achtsam auf diese Tatsache eine Gesellschaft erschaffen, in der es allen so gut wie nur möglich geht.

Kann nicht immer Weihnachten sein?


Einmal im Jahr halten alle inne.

Besinnen sich auf Wesentliches.

Überdenken, was war.

Was sein soll.

Bereuen, was misslang.

Versprechen sich, es besser zu machen.

Glauben schon im Versprechen nicht so recht daran

Sind zusammen mit ihren Liebsten.

Wie schwierig das oft ist!

Vermeiden, was wirklich mal zu klären wäre

um des lieben Friedens willen

ziehen die Zeitbomben neu auf

essen und trinken sich besinnungslos

wahren die Form

formen die Wahrheit

etwas gnädiger für das Fest der Liebe

als sie mal ausgesprochen sein müsste

Liebe Deinen Nächsten, wie …

doch wie liebt man sich selbst?

In dem man z.B. die Nacht-weiht

dem Innehalten jeden Tag

Schaue gütig auf Dich

vergebe und gelobe Dein Bestes zu geben

schaue gütig auf die anderen

vergebe und erkenne Deine Ohnmacht

Bescheid Dich auf eigenes

Tue alles, was Du tust

als müsse es bestehen vor dem Letzten

Weihe Dein Leben dem Vorbild sein

Dann ist wirklich Weih-Nacht

Mein Fest der Liebe

währt 365 Tage im Jahr

Auch und gerade besonders,

wenn ich das mal vergesse

und dann sei mir Freund

und erinnere mich …

Liebe als Basis sozialer Entwicklung / Hallo Piraten?


Denke mal wieder drüber nach, in die Politik zu gehen. Bin drin! And I love it. Warum … Piraten? Die passen am besten zu meinem Gesicht 🙂 Und wenn, ginge es mir darum, den Begriff der ‚Liebe‘ in die gesellschaftliche Diskussion einzubringen. Dazu brauchts eine Definition dieses so überforderten Wortes.

Hier also meine Definition nach Jahrzenten der Emotionalen-Bewusstseins-Forschung. Bitte prüft mal für Euch nach, ob das so stimmig ist.

LIEBE IST: Das Gefühl, die emotionale innere Berührtheit, die entsteht, wenn wir den Fokus unserer Aufmerksamkeit auf unsere Verbundenheit richten.

Dies kann bewusst oder unbewusst und in Bezug auf alles Existierende geschehen. Geschieht es bewusst, so ist es Achtsamkeit und erhellt die tatsächliche Qualität der Verbindung.

Geschieht es unbewusst, dient es meist dem biologischen Imperativ (Girl meets Boy and love your children too) führt aber auch zu Objekt-Liebe, Abhängigkeit, Fan-tum etc. und kann es sogar – wenn die Verbundenheit innerlich abgelehnt wird – zu Haß werden.

Da wir alle sowieso in mannigfaltiger Weise miteinander verbunden sind (Materiell, ideel, funktional, genetisch, quantenverschränkt usw. usf.) gilt es also hauptsächlich, den Fokus der Aufmerksamkeit möglichst Vieler auf ihre tiefe Verbundenheit zu richten. Ganz einfach, odrr?

We are one & many @ the same time. But can you FEEEEEEL it? Mir kommen Tränenbäche der Angerührtheit von der Welt, ihrer Schönheit, dem Leid, von Euch und dem ganzen unendlichen ‚Rest‘ …

Empfehlung des Hauses: Bei sich selbst anfangen – und die Achtsamkeit auf die Verbundenheit Deines sich ewig fühlenden Wesens – mit Deiner körperlichen Gestalt zu richten. Werde Freund mit Dir und dann klappt’s auch mit den Nachbarn … 😉

Liebe als Basis sozialer Entwicklung – Mir träumte, es gäbe eine Politik, die darin gründete …