Hin- und hergerissen ins neue Jahr


Wie so viele von uns habe ich 2013 jede freie Minute in die Partei gesteckt. I am a believer. Ich glaube an Freiheit und Gerechtigkeit, an Liebe, Verbundenheit, Kooperation und Verantwortung für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung. Oh Mann. War ich zu zutiefst erschrocken, als ich Anfang 2013 als Basispirat und dann (sehr kurz …) in der Rolle des strategischen Beraters des letzten Vorstandes erkennen musste, wie tief der Karren nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch bei jenen, die sie eigentlich verbessern wollen, im Dreck steckte! Als ich im Rahmen der Wahlkampfvorbereitung mitbekam, wie alles, was wirklich nach Power und Erfolg roch, im Keime erstickt wurde, wusste ich, dass wir den Einzug verpassen. Dann kam Snowden. Eine Flanke Gottes. Und auch das wurde nicht umgesetzt. Jetzt, nach der Wahl kommt das Thema richtig hoch und alle möglichen anderen reiten das Pferd.

Im Kern: Die großen Themen?

Gleichzeitig – auch heute noch – scheinen manche Teile der Partei noch nicht zu erkennen, wo die sogenannten Kernthemen eigentlich herkommen. Es läuft ein globaler Putsch der Supermächtigen gegen die Staaten ohne jede Rücksicht auf die Bürger. Die Entdemokratisierung und Entstaatlichung (Neusprech:„Privatisierung“) geschieht durch die Kraft des Faktischen. Ob ESM, TTIP, TAFTA oder wie die üblen trans- und nonstaatlichen Knebelverträge heißen – die Vergewaltiger der Demokratie kennen keine Scheu mehr. [z.B.: http://www.youtube.com/watch?v=kz1FnBoRwkk&list=HL1388174693]

Natürlich muss man bei solchen Entwicklungen die Bürger und demokratischen Kräfte im Zaum halten. Überwachung, Erpressung und Einschüchterung, wenn wir uns auf die Straßen wagen, bestimmen auch zukünftig das Bild. Meine Güte, in was für eine Welt sende ich meine geliebten Kinder? In die Eurokratur von Goldman-Sachs‘ Gnaden?

Das ist kein Spiel. Das sind historische Umwälzungen in einem Tempo, die früher nicht möglich gewesen wären. Ob Europa, Asien, China, Indien, Afrika, die arabischen Länder oder die von innen faulende USA – überall gärt es und überall wird unterdrückt, gelogen und immer noch schlimmer weitergemacht. Das Ganze vielfach gekoppelt mit einem katastrophalen Bevölkerungswachstum. Da wird der Nährboden für Revolten, Unabhängigkeitsbewegungen, ja Kriege bereitet. Deswegen reicht es nicht, in der Ecke ein bischen mit seinen Kernthemen-Klötzchen zu spielen. Diese Klötze hängen an Fäden und wenn man diese Fäden zurückverfolgt zu ihren Ursprüngen und Begründungen erkennt man die größeren Zusammenhänge – und die machen nicht nur mir richtig, richtig Angst.

Die Welt ist … genug.

Wenn die Piraten ihre Verantwortung erkennen, ihre außergewöhnliche Pole-Position in der politischen Gemengelage und der Geschichte – falls die Piratenpartei weltweit aufwacht, sich zusammenschließt und zu einem Player in dieser aktuell desastreusen Entwicklung wird … Falls wir also weltweit die Flagge hissen und als erste globale Union, als freiheitsliebende und Gerechtigkeit fordernde ‚Earth Nation‘ sichtbar werden, könnten wir beginnen, das Spiel wirklich zu beeinflussen. Dazu müssen wir uns fokussieren.

Denn es ist leider so: Demokratie muss erzwungen werden. Doch im Moment wissen unsere Gegenspieler besser als wir selbst, wie gefährlich wir ihren Plänen sein können. Und dorthin führen die Herkunftsstränge der Klötze ‚Netzneutralität‘ und ‚Überwachung‘. Die Big Player werden weiter mit ‚sabotiere, teile und herrsche‘ den globalen Zusammenhalt attackieren. Ich fürchte mich davor zu wissen, wieviele ‚Spaltpilze‘ und Vs uns von innen Schaden zugefügt haben und weiter zufügen. Mal ganz abgesehen von den unsäglichen Einzelnen, Gruppen und Grüppchen, die uns als ihr Egoshooter-Machtspielfeld benutzen. Und das bringt uns zu einem systemischen Problem allergrößter Härte:

Die an Macht für sich selbst nicht Interessierten müssen sich durchsetzen

Weil ‚die an Macht für sich selbst Interessierten‘ haben uns ja die ganze Suppe eingebrockt! Auweia. Wie soll das gehen? Die ‚Machthungrigen‘ (m.E. ein pathologischer Befund) spielen das Spiel unersättlich, besser und härter. Die lachen über Leute, die ‚mitspielen‘ wollen aus der Motivation der Liebe zum Leben, der Kunst, der Welt und den Menschen. Was ist hier der Hack? Wie geht es dennoch? Ganz, ganz schwierig: Über das Gewinnen der Herzen der Massen. Ja, über die Psychologie der Massen, die sehr gut fühlen können, wenn eine(r) es ernst meint mit dem Guten. Leider sind sie auch für Blender überaus anfällig. Also müssen wir besser, professioneller, kreativer, authentischer und glaubwürdiger sein als unsere Gegenspieler. Eben: ‚Aufrichtig anders‘ als die Standardmarionetten und gekauften Stars in der politischen Manege.

Piraten brauchen Kunst. Die Kunst des Sprechens.

Zentriert, ganz bei sich, achtsam, freundlich, kreativ, persönlich superpräsent und rethorisch den anderen aus der Kraft der Autentizität (und sehr viel Übung) rethorisch überlegen. Dem Bürger fühlbar aus dem Herzen sprechend. Das ‚Schmerzhaft Offensichtliche‘ verständlich und nachvollziehbar rüberbringend. Hm … Das wird ein langer, steiniger Weg von Lernen, Machen, Scheitern, Wiederaufstehen und das immer und wieder, unermüdlich.

Jene von uns, die das Talent für solche Performance haben, brauchen andere um sich, die ihnen Bodenhaftung geben, sie ehrlich und zum Guten des Ganzen beraten, fördern und auch im Zaum halten. Denn sie bilden nur die Speerspitze. Es gilt nicht, NICHT(!) ihnen zu folgen. Sie sind das Mediaface, die Botschafter, die Vermittler, die: ‚Sprecher‘. Vielleicht in zunehmendem Maße aus der Klasse der Künstler. Unsere interne demokratische Struktur kann völlig unabhängig von ihnen existieren. Ihre Legitimation und Wucht kommt von den vielen, die sie in diese Rolle wählen und auch abwählen können. Denn wenn der Sprecher und die Macht nicht in Eines fallen, ist bereits vieles gewonnen. So etwas gab es in der Politik als Struktur noch nie. Diese abgefahrene Idee geht übrigens zurück auf ein Gespräch mit dem aktuellen hessischen Gensek., Kristof Zerbe „… vielleicht sollten wir ja eine ‚AG  Sprech-Clowns‘ aufmachen …“  und muss sicher noch mit vielen besprochen werden. Think about it!

Ist es irre, weiter zu machen?

Das habt ihr sicher auch vielfach mit Freunden und Partnern, Partnerinnen besprochen. Wir stehen einem Tsunami übermächtigen Ausmaßes gegenüber. We see it coming. Zu glauben, den Lauf der Welt verändern zu können, ist pure Hybris. Es nicht wenigstens zu versuchen, unaushaltbar. In Matrix sagt der Verräter: „Ignorance is Bliss“ (Ignoranz ermöglicht Seligkeit). Das ist für mich keine Option. Ich bin als Kind in den Topf mit den roten Pillen gefallen. Ich konnte den Erwachsenen schon sehr früh nicht mehr glauben, dass sie das schon alles richtig machen. Also werde ich es weiter versuchen in 2014. Mit Geist, Kraft und Fehlern, mit Lernen und Lehren, mit allem was ich bin und kann. Ein Krieger hat die Freiheit zu wählen, ob er den Weg seiner Überzeugungen annimmt oder nicht. Das ist keine Wahl. Das ist ein Ja.

Ich wünsche Dir die Kraft und Unterstützung, Dein Ja zu leben. Und ein geiles Jahr 2014!

P.S.: Im Übrigen empfehle ich den Antrag GP003 zur weihnachtlichen Lektüre vor dem #BPT14.1 🙂

Soester Erklärung der Sozialpiraten


Am 14.07.2013 hatte ich die Freude und die Ehre beim Arbeitstreffen der Sozialpiraten in Soest dabei sein zu dürfen. Als Ergebnis der Veranstaltung wurde die sogenannte Soester Erklärung formuliert und veröffentlicht. Da war ich schon weg. Habe sie aber im Nachhinein von Johannes vorgelesen bekommen und mit unterschrieben, keine Frage.
Gleichzeitig – wie das bei Texten der Piratenpartei so ist – meint jeder noch ein Quentchen dazugeben zu können, welches die Botschaft noch klarer macht. So auch ich 😉 Das Original findet Ihr hier: http://wiki.piratenpartei.de/Sozialpiraten/SoesterErklaerung
Mir liegt die Frage der Gestaltung unserer lokalen und globalen Gesellschaft zutiefst am Herzen. Hier zeigt sich die entstehende Vision der ‚Bewegung‘, die – unaufhaltsam – zu einer Global Community werden wird. Die Frage ist, wie lange wir dafür brauchen und wieviel unnötigen Schmerz viele dabei erleiden werden …

Hier also die’getunete‘ Version:

Sozialpiraten veröffentlichen Soester Erklärung 2013:

Piratenpartei fordert neuen Gesellschaftsvertrag für 21. Jahrhundert

Auf einem Arbeitstreffen der Sozialpiraten am 14.07.2013 fordern die Sozialpiraten einen neuen europäischen Gesellschaftsvertrag. Dieser Gesellschaftsvertrag soll sowohl einen fairen Generationenvertrag als auch eine gerechte Vermögens- und Einkommensverteilung in unsereren Gesellschaften umfassen. Alle demokratischen Kräfte, Politiker, Fachleute und Bürger sind aufgefordert, auf demokratischen Wege einen Konsens für eine für alle lebenswerte Zukunft unserer Gesellschaften zu gestalten.

Wert und Arbeit aktuell im Ungleichgewicht

Unsere Gesellschaft wird von uns allen täglich gestaltet und getragen. Bezahlung und Mehrwert für die Gesellschaft stehen dabei oft in keinem Zusammenhang. Teils werden diese Tätigkeiten finanziell gut oder herausragend honoriert, ohne dass sie die Gesellschaft als Ganzes voranbringen, teils werden sie schlecht oder gar nicht bezahlt, obwohl sie zu den Stützen einer funktionierenden Gesellschaft gehören.
Eine moderne Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, die sich von der Industrie- zur Wissens- und Informationsgesellschaft wandelt, muss sich dieser Realität stellen und neue, faire Lösungen umsetzen. Diese Lösungen müssen die Gemeinschaft stärken und dazu beitragen, die gesellschaftlichen Herausforderungen gemeinsam zu lösen.

Im 21. Jahrhundert ist Internationalität Bedingung der Möglichkeit des Gelingens

Gleichzeitig können wir diese Herausforderungen nur lösen, wenn wir über nationale Grenzen hinweg denken und handeln. Aus diesem Grund müssen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag in Europa und weltweit diskutieren und umsetzen.

Solidarische und leistungsgerechte Mittelverteilung ist kein Widerspruch

Zwei Formen der Umverteilung müssen dabei zusammen gedacht werden: Die horizontale Umverteilung zwischen Menschen mit großen und kleinen Einkommen und die Solidarität zwischen den Generationen im Sinne des klassischen Generationenvertrags.
Kern dieses neuen weltweiten Gesellschaftsvertrags ist ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Hinzu kommt ein Leistungseinkommen sowie ein entsprechender Rentenanspruch für all jene, die ihre Arbeitskraft gegen Bezahlung in die Gesellschaft einbringen. Gemeingüter (Commons, z.B. ÖPNV) stehen in Form von Infrastruktur kostenfrei der Gemeinschaft zur Verfügung, um allen Menschen eine umfassende Teilhabe zu garantieren.
Zielgrößen dieses neuen gesellschaftlichen Konsens sind nicht mehr Vollbeschäftigung um den Preis unangemessener Beschäftigungen oder eine Reduzierung der Arbeitslosigkeit auf dem Papier. Statt dessen wird Nachhaltigkeit im Wirtschaften, der gemeinsame Wohlstand und die individuelle Lebensqualität aller angestrebt. Nicht zuletzt geht es um die Gestaltung einer möglichst angstfreien Gesellschaft

Profit als einziger Wert hat abgewirtschaftet – Lebensqualität und Gemeinwohl als Orientierung

Nur unter Einbeziehung qualitativer Maßstäbe bei der Bewertung der Gesellschaft ist eine Loslösung von der fixen Idee der Profitmaximierung und des Wachstums möglich. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die wirklichen Herausforderungen unserer Generation meistern können: Ökologische, ökonomische und soziale Stabilität. So kann es uns gelingen, für uns und die folgenden Generationen eine lebenswerte Welt mit einem Minimum an unnötigem Schmerz aufzubauen.

The really BIG_Vision:


Die ‚A n g s t f r e i e Gesellschaft‘

oder:
Warum wir eine
‘Koalition für den gesellschaftlichen Wandel’ brauchen

Symptomatischer System-Overload: Schuldendruck, Finanzkrise, Bankenrettung, Schutzschirme zur Landesberaubung, eine wirtschaftlich/politische Klasse im Banne der eigenen kranken Dynamik. Das Ganze kommuniziert mit dem irrwitzig realitätseinengenden Begriff ‘Alternativlos’. Symptome von vorsorglicher Überwachung, Datenschnüffelei, PRISM bis zur Kriminalisierung  ganzer Bevölkerungsgruppen … und, über allem stehend das uralte Mantra der Herrschenden:

Der eine, in der Urzeit geschmiedete Ring, sie alle zu knechten und gefügig zu machen:

A N G S T

Kampf der Meme:

Meme 1: “So kann es nicht weiter gehen.”

Erstaunlich: Hey, das fühlen eigentlich längst alle! Rentner, Banker, Künstler, Everybody weiß eigentlich längst – vorbewusst oder auch reflektiert – dass hier etwas ganz Grundlegendes nicht stimmt. Es ist etwas faul auf dem Planeten Erde. Oberfaul. Denn die ehedem schon Mächtigen machen aus der Chance der Globalisierung nicht etwa den gerechten Weltfrieden, sondern sind zurückgefallen in das Zeitalter territorialer Verteilungskämpfe und klassischer Imperien. ROM lebt! Nur das es jetzt endlich wirklich um die Verteilung der ganzen Welt geht und der Besitz der Territorien und Werte nicht mehr geographisch geordnet ist. Besitz ist über alle Grenzen erwerbbar. Man muss die Staaten nur konsequent weiter unter dem Druck der Schuldenlast dazu zwingen, Ihre Infrastrukturen und Ländereien zu ‘privatisieren’> ENTSTAATLICHEN !!!

Und erst wenn die Vewertung der letzten Bodenschätze privatisiert,
die letzte Infrastruktur verleast,
das letzte staatliche und damit Bürger-Land verkauft ist,
werden wir merken,
dass die Freiheit gestorben ist.

Und wir, die Ohnmächtigen schauen dem Treiben zu und wissen nicht, was zu tun ist. Und produzieren gleichzeitig diesen Wahnsinn mit unserer Köpfe und Hände Arbeit, weil wir nicht anders können, als weiter zu versuchen unsere Familien zu ernähren. Wir investieren sogar darein, denn wir wollen uns ja ‘absichern’. Wir sind also Diener, ja alternativlose Sklaven der Systemdynamiken? Wirklich?!

Meme 2: “Ich weiß ja, aber da kann man ja eh nix machen.”

Diesen Satz hören wir allenthalben. Den haben zu mir schon Hausfrauen, Deutsch-Banker, Künstler, Wirtschaftsberater, Politiker und viele meiner Freunde gesagt. Und sie alle leiden unter so etwas wie einem generellen Denkverbot  bezüglich eines echten Pradigmenwechsels, eines echten Updates für eine Menschenorientierte Gesellschaft. Und obwohl es so offensichtlich ist, sehen die Wenigsten, worum es bei einer solchen postmodernen, weil nicht mehr materialistisch, sondern geistig-emotional orientierten – Gesellschaft gehen könnte:

Eine Gesellschaft,
in der, von der Gemeinschaft gehalten und geschützt,
Individuen und Gruppen ihr Sein in der Welt kreativ entfalten können.

Und es geht tatsächlich um die Erfüllung eines einzelnes Kriteriums, das die Umsetzung dieser gesellschaftlichen Zukunft ermöglicht:

(ANGST-) F R E I H E I T

Freiheit der echten Wahlmöglichkeiten, sozial, politisch, individuell ist nämlich nur möglich, wenn unsere Gehirne entspannt sind. Wenn sie nicht in Befürchtung existentieller Konsequenzen ausschließlich nach Auswegen aus dem Schmerz suchen.

Die allermeisten gesellschaftlichen und individuellen Ängste sind konstruiert, hausgemacht. Und damit muss Schluss sein. Ein langer Weg. Ein Generationenprojekt. Ich bin an Bord. Und werde dafür werben, bis ich von Bord gehen muss.

Let’s do this!  Koalition für den Gesellschaftlichen Wandel

Ja was hamm’mer denn schon – Gesellschaftliche Kräfte und Organisationen unite!

Angedockt an unterschiedliche Themen des Vorstehenden und seiner mannigfaltigen Symptome existieren eine Vielzahl von Vereinigungen, NGOs, Aktivistengruppen und seit einiger Zeit sogar eine Partei, die, als sie noch jung und scharf war, frech mit einem Systemupdate drohte.

Hier braut sich etwas zusammen! Doch noch sind die Vetreter der Organisationen vielfach in dem äußerst schädlichen Meme der Konfrontation und der gegenseitigen Abgrenzung gefangen.

Stolzt auf den eigenen Stamm hieven sich die Organisationen nicht gegenseitig aufs Podium, sondern kämpfen getrennt um Aufmerksamkeit, wollen die Anerkennung für sich einheimsen. Ja seid ihr den Bluna? Genau diese Meme sind es, die den katastrophalen Zustand des Planeten erzeugt haben! Niemand kann es alleine schaffen. Auch keine einzelne Organisation oder Partei.

Nur im Schulterschluss können wr beginnen, immer mehr mit zu nehmen, Druck aufzubauen, nicht nachzulassen, bis breite und breiteste Bevölkerungsschichten mit uns auf die Strasse gehen, um den von unseren Stimmen abhängigen Politikern zu zeigen, dass ein genereller KURSWECHSEL hin zu einer postmodernen Gesellschaftsform angesagt ist.

Wir leben bereits im angelaufenen Supergau des ‘Sozialen Fukushimas’!

Und deswegen brauchen wir multilaterale Gespräche und Treffen aller Veränderungskräfte der Gesellschaft. Wir brauchen den regelmäßigen Gipfel derer, die die Gesellschaft der Gesellschaft zurück geben wollen – und bereit sind, sie den Fängen des aufkommenden Globalen Neofeudalismus zu entreissen.
Deswegen müssen wir die ‘Koalition für den Gesellschaftlichen Wandel’ gründen, stärken und in die ganze Welt exportieren.

Robert Stein-Holzheim, CC 2013 please copy and paste

Noch etwas ausführlicher im Video:

Für dieses System ist ein Update verfügbar – ach … wo denn?


Nachdem das Netz, das uns alle verbindet durch das Internet sichtbar und explizit nutzbar wurde, steht eine fundamentale Umwälzung unserer Gesellschaftssysteme an. Wir evolvieren in einer alles erfassenden BEWEGUNG vom konfrontativen Modell zu kooperativen Modellen. Dies entspricht der Struktur des Lebens und unseren Gehirnen – Selbstorganisation in Freiheit innerhalb variabler Systeme. Was früher die Großfamilie war, wird – wenn auch unter Schmerzen – zur Global Family, in der sich die Familienmitglieder gegenseitig unterstützen. Aggression, Krieg, Gier, Kontrollzwang etc. werden als seelische Manko-Krankheiten verstanden, bei denen wir die Aufgabe der Heilung haben. Und überhaupt: Eine kooperative Gesellschaft macht einfach viel mehr Spaß!

Destawegen: Let’s coopirate!

Piratenpartei geht mit gestärkter und sichtbarer Identität in die Zukunft


Der heutige Samstag auf dem #Bundesparteitag der #Piratenpartei hat meines Erachtens erheblich weitreichendere Folgen, als dies den meisten von uns bewusst ist. Am heutigen Tag sprach das schlagende Herz der #Piraten. Man kann es auch lapidar nennen: Wir haben ein #Wirtschaftsprogramm verabschiedet   Die im Antrag PA444 sowie in dem in großen Teilen angenommenen PA091 ausgedrückten Werte-Dimensionen Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und eine sich darin entwickelnde Freiheit, spannen tatsächlich den Erlebnisraum auf, in dem Mensch und Gesellschaft sich entwickeln. Damit hat sich die Piratenpartei heute eine nachvollziehbare Grundhaltung gegeben, die im Rahmen des stattfindenden Identitätsprozesses einen kaum überzubewertenden Schritt darstellt. Stellt man nämlich die Frage, wozu es gut ist, Freiheit sich unter der Bedingung von Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit entwickeln zu lassen, kommt man auf eine noch dahinter und tiefer liegende Motivation, die alle Piraten eint. Dabei geht es um eine grundsätzliche Bejahung des Lebens und die Absicht, jedem Menschen den Rahmen zu geben, sich selbst zu entfalten und dabei die Gesellschaft zu bereichern und voranzubringen. Um es ganz kurz zu sagen: Wir machen das, weil wir das Leben, die Menschen und auch die Menschheit als globale Kultur lieben und fördern wollen. Wer versucht, die Piraten zu verstehen – in all ihrer Vielfalt und auch Gegensätzlichkeit – darf nie vergessen, dass dies die Grundlage unseres Handelns darstellt.   Wer, wie u.a. oftmals die Presse, nur die Oberfläche sieht, langatmig erscheinenden Prozesse und eine Vielfalt von Meinungen, die vordergründig kaum unter einen Hut zu bringen sind, hat noch nicht verstanden, dass genau diese Ernsthaftigkeit auch bis in das allerletzte Detail zu gehen, Ausdruck eben jener Grundhaltung sind. Wir können heute alle stolz darauf sein, Piraten zu sein. Robert Stein-Holzheim. Pirat aus Wiesbaden