KPU: Das Konzept des Konzeptschreibens

Präambel:

Im Folgenden wird das ‚Konzept des wirkungsvoll Konzepte schreibens‘ am Beispiel Steuerreform dargestellt. Es möge als Anregung für alle dienen, die ein klar verständliches, auf unterschiedlichen Stufen der Veröffentlichung funktionierendes Konzept erstellen wollen. Enjoy!

Gelingend kommunizieren, mehr erreichen.

KPU:       Konzept – Prinzipien – Umsetzung

1. Konzept:

KPU ist ein dreistufiges, strukturelles Denkgerüst, das es ermöglicht, Ideen vom Allgemeinsten bis zum Detailliertesten verständlich darzustellen.

Das Konzept geht davon aus, dass zum Verständnis einer Idee …

  1. zuerst ein konzeptioneller Überblick zu Sinn & Ziel des vorgestellten Konzeptes gegeben wird.
  2. Danach erklärt man die Prinzipien, anhand derer
  3. alle weiteren konkreten Maßnahmen abzuleiten sind.KPU ist eine spezielle Form des >>Chunking, auch als ‚Minto-Pyramide‘ bekannt geworden. Die kategorialen Ebenen in KPU thematisieren Bedeutungsebenen. Auf der obersten Ebene finden wir Werte, Ziele, Grund und Sinnhaftigkeit des Grundgedankens.

Beispiel:

‚Die Piratenpartei tritt für ein einfaches, gerechtes und lückenloses Steuersystem ein.‘

Dahinter steht die Idee, dass die Bürger …

  1. das Steuersystem verstehen und damit umgehen können und dass minimaler Aufwand auf Seiten der staatlichen Bürokratie zu leisten ist.
  2. Es akzeptieren, weil es alle Bürger und Unternehmen gerecht am gemeinsamen Ziel, eine freie und gerechte Gesellschaft zu schaffen, beteiligt –
    1. – und weil an keiner Stelle so stark belastet wird, dass das Bezahlen der Steuern als unangemessen und motivationshindernd wahrgenommen wird.
  3. Unter ‚Lückenlos‘ wird hier verstanden, dass jeder auf deutschem Boden erwirtschaftete Euro auch in Deutschland versteuert wird. Der sogenannten ‚internationalen Steuergestaltung‘ wird rigoros ein Riegel vorgeschoben. Erwirtschaftetes Kapital bleib so weit irgend möglich im Lande. Da die Steuersätze als vernünftig (s.pkt.2) erlebt werden, hört die Steuerbetrügerei weitgehend auf.

2. Prinzip:

Unter Prinzipien werden hier handlungsleitende Regeln zur Sicherstellung der Im Konzept geäußerten Absicht verstanden.

Alle sich davon ableitende Maßnahmen sollen diesen Prinzipien gehorchen. Ausnahmen im minimal möglichen Maße nach gesundem Menschenverstand sind möglich.

Beispiel:

Inhaltliches Prinzip:
Es sollen die vier Hauptziele, die zur Umsetzung des oben beschriebenen, konzeptionellen Ansatzes nötig erscheinen, in einem Atemzug umgesetzt werden.

Diese sind:

  • Sockeleinkommen statt Aufstocken
  • Personenbezogener Grundfreibetrag statt Ehegattensplitting
  • Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge von der Steuer abziehen statt absetzen
  • Einheitliches Verfahren statt Sonderregelungen

Umsetzungsprinzipien:
Zum einen geht es um die politische Vorgehensweise, aber auch ganz entscheidend darum, die strukturell stabilen, aber nicht gesellschaftsförderlichen Interessensgruppen, prinzipiell in ihrem Wirken zu begrenzen. Ihr (Kampf ums) Überleben nutzt der Gesellschaft wie ein Krebsgeschwür.

  • Per Gesetzesvorlagen, Bürgerentscheide etc. und demokratischer Arbeit nach allen nur möglichen Regeln der Kunst, wird mit allen Parteien und einer Mehrheit der Bürger ein Konsens für das Vorhaben geschaffen. Sollte dies (realistischerweise kurzfristig 😉 nicht gelingen, wird das Projekt weiterhin als Flaggschiffprojekt ohne Unterlass in die Steuerdiskussion eingebracht.
  • Es werden prinzipiell keine Berufsgruppen aus dem Bereich Steuern, Finanzen und Beratung geschont, für die die Veränderung des Steuersystems geschäftlich negative Folgen hätte.
  • Androhungen bzw. Erpressungen von Unternehmen in Bezug auf den dann veränderten Steuerstandort Deutschland werden prinzipiell nicht nachgegeben.

3. Umsetzung:

Die Umsetzung beinhaltet den Maßnahmenplan bis ins Detail, den Zeitstrahl und alle am Projekt Beteiligten mit ihren Rollen und Verantwortungen.

Hier endet meine Weisheit inn Bezug auf das Beispiel dann auch endgültig, denn ich verstehe inhaltlich von Steuergesetzgebung nicht die Bohne. Was jetzt kommt, verstehen in der Regel auch wirklich nur Leute vom Fach. Egal in welchen inhaltlichen Bereich man sich begäbe.

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