Nur mal so … interessehalber: W i e willst Du gelebt haben?


HeadsWorld

…   ist eine sehr viel interessantere Frage als: „W a s  möchtest Du erreichen im Leben“. Auch bin ich der Meinung, dass es viel erfüllender ist, mit anderen an etwas zu arbeiten, dass möglichst häufig das Gefühl des „Guten Gelingens“ für alle Beteiligten ermöglicht, statt in der Kompensation frühkindlichen Schmerzes dem persönlichen „Erfolg“ hinterher zu rennen. Und überhaupt – es geht viel weniger um das Erreichen des Zieles, als um die – aufrechte, wahrhaftige, achtsame – Art und Weise, wie man sich darauf zu bewegt.

Dies eingedenk, teile ich hier meine psychosoziophilosophischen, äh, intuitiven Einsichten – die ich mir selbst unendlich oft gesagt habe – im  Blick auf das politische Arbeiten:

  1. Dass alles so ist, wie wir es wahrnehmen, ist Folge unfassbarer Komplexität und unserer Interpretation davon. Könnte auch anders sein … wir können uns nie wirklich sicher sein …
  2. Glaube fest an das, was Du erkannt hast, und handele daraufhin entschlossen, sonst hast Du gar nichts. Wenn neue Aspekte hinzu kommen, halte sie für möglich, prüfe gewissenhaft und verändere Deinen Glauben rasch und entschieden – dann kehre zurück zum Anfang dieses Satzes ;-).
  3. Welches Gefühl, welche Haltung wir zur Welt und unserer Situation haben, liegt allein in unserer Verantwortung. Um damit umzugehen, ist es erst mal wichtig, einen gewissen Abstand zu sich selbst einzunehmen, um seine eigenen Gefühle wahrzunehmen. Mit der Erfahrung darin wächst unsere Fähigkeit, zu wählen wer und wie wir wann in Bezug wem sein wollen.
  4. Nimm Dich und vor allem Deine Innenwelt ernst. Vor allem, wenn es schmerzhaft sein könnte. Sei mutig, schau Dir ins Gesicht. Die Angst vor dem Schlimmen ist schlimmer als das angeblich Schlimme.
  5. Glaube der Gesellschaft prinzipiell gar nichts, hinterfrage das ‚Homogenisierte Bedeutungs-Feld‘, wo immer Du es bemerkst. Das, was den meisten selbstverständlich ist, verbirgt oft den irrwitzigsten Wahn überhaupt.
  6. Übernehme die volle Verantwortung für Dein – prinzipiell immer vorläufiges – hypothetisches Weltbild.
  7. Leiste passiven, aktiven, lauten oder leisen Widerstand, wenn Du nicht einverstanden bist. Es gibt unzählige Möglichkeiten des Handelns. Wähle die Form mit Bedacht auf ihre Wirkung.
  8. Schließe Bündnisse mit Gleich- bzw. ähnlich- Gesinnten. Würdigt Eure Unterschiedlichkeit und Fähigkeiten. Vertraut einander auf Basis genauer Beobachtung des Handelns. Habt das Gemeinsame Gute Gelingen im Blick.
  9. Gewöhne Dich an Rückschläge aller Art. Sei gnädig mit den anderen – aber vor allem mit Dir selbst, denn die meisten Rückschläge verursachen wir selbst, um daraus zu lernen.
  10. Wir brauchen die Welt nicht retten. Niemand kann das. Nicht einmal Du! Darum geht es auch nicht. Wenn wir ein wenig dazu beitragen, dass es ein bisschen weniger unnötiges Leid um uns herum gibt, haben wir alles erreicht.
  11. Handle, wann immer möglich, aus und mit Freude am Tun. Schenke Deinen Mitmenschen Dein kostbares Lächeln. Sie dürsten danach.
  12. Shine on you crazy Diamond. Never stop.

Vergiss das alles und fühl‘ und denk‘ selbst 😉

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