Was kommt nach den Montagsdemos? Die Dienstag Abend Thinktank-Treffen !


Obschon längst nicht so viele Menschen bei den Montagsdemos mitgemacht haben, wie es wünschenswert gewesen wäre, ist ein nicht mehr zu leugnender Bewusstseinswandel in der Gesellschaft in vollem Schwange. Es wird zum Allgemeingut, der großen Politik, den Mächtigen der Wirtschaft und den Medien nicht mehr zu trauen, sondern sie generell im Verdacht zu haben, ihre eigenen Machenschaften und Interessen über die der Menschen und der von ihnen regierten Völker zu stellen.

Ermöglichen, was JETZT möglich ist

Die aktuelle Zeitgeistqualität steht nicht nach Revolution. Noch nicht. In der aktuellen Phase geht es hauptsächlich darum, möglichst viele Menschen zum kritischen Abstand gegenüber der ihnen präsentierten Realität zu erwecken. Das ist kein Leichtes, denn selbst reflektierte Menschen schrecken davor zurück, wenn sie einmal einige der Ungeheuerlichkeiten erkannt haben und auch deren Existenz annehmen, gleich ihr ganzes Weltbild zu verändern. Das aber ist in vielen Fällen die logische Konsequenz.
Bei einigen geschieht dies dadurch, dass sie sich im Internet informieren, für die meisten Menschen ist jedoch das Gespräch mit anderen, die bei ihnen bleiben, auch wenn sie ihr Weltmodell verändern, der persönlichere, erlebnishaftere und damit tiefgreifendere Weg. Dies geht am besten in kleinen überschaubaren Gruppen, in denen man sich möglicherweise sogar schon kennt und schätzt.

Verabreden statt verschwören

Daher erscheint es sinnvoll, diese Gespräche auf einfachste Art und Weise zu institutionalisieren und zu unterstützen, um dem Bewusstseinswandel Raum und Schwung zu geben. Umso mehr derartige politische Diskurse stattfinden, desto normaler wird es, dass es so etwas überhaupt gibt und desto schneller wird es sich ausbreiten. Man könnte also sagen wir rufen Sie zunächst ins Wohnzimmer, anstatt direkt auf die Straße.
Frei nach dem Motto

„Aufwachen und dann die anderen wecken“

kann so der Bewusstseinsprozess in der Gesellschaft angeregt werden. Jeder, der sich bereits mit der politischen Realität und den unglaublichen Verwerfungen in unserer Welt beschäftigt hat, kann Gastgeber einer solchen Runde sein, in der all die Themen Raum haben, die er unter normalen Umständen kaum mit jemandem besprechen kann, ohne Störgefühle zu erzeugen, weil sie in den aktuellen Kontext nicht passen. Und natürlich geht es mittelfristig um viel mehr als nur darum, über diese Themen zu sprechen und sein Wissen zu erweitern. Dies wird dann auch, aus der Kreativität der Menschen heraus, zu Aktionen in der äußeren Welt führen, ob dies nun Demonstrationen, Performances Parteipolitisches, außerparlamentarische politische Initiativen oder Ähnliches sein mögen. Doch bevor die ganze Bewegung ausreichend Wucht bekommt, um gut vorbereitet die Politik wirklich zu beeinflussen und die politische Klasse vor sich her zu treiben, ist eine intensive Phase der „Grassroot Bewusstseinsbildung“ vonnöten. Auch, um ausreichend vielen Menschen die Botschaft zu senden: „Du bist nicht allein“ und „Du brauchst keine Angst zu haben, Meinungen zu äußern, die dem herrschenden homogenisierten Meinungsfeld widersprechen.“

Organisation jenseits der Organisation

Ein wichtiger Ansatz hierbei ist, keine Organisationen, Vereine, öffentliche Mitgliederlisten oder sonst wie greifbare Strukturen zu bilden. Denn diese Strukturen werden vom System, in dem Moment wo sie anscheinend wichtig werden, sofort beobachtet, unterwandert, von innen manipuliert und nach Maßgabe gesprengt. Jeder, der eine politische Organisation gegründet oder in ihr gearbeitet hat, weiß hiervon ein Lied zu singen. Die letzte größere politische, erfolgsversprechende, dem System sich widersetzende Bewegung – die Piraten – wurden auf infamste Weise von innen heraus „getrollt“ und professionell an ihrem Erfolg gehindert. In ihrer Naivität und Unerfahrenheit auf dem Parkett der Macht hatten sie dem nichts entgegenzusetzen.

Gesellschaftlich sichtbarer Trend politischer Bewusstseinsbildung

Von daher geht es darum, private Gruppen in überschaubaren Größen zu ermöglichen, die den politischen Diskurs pflegen. Und zwar viele davon. Und zwar sichtbar, was über das Internet und Social Media ein Leichtes ist. Hierfür können eigene Websites, Facebook Gruppen oder Ähnliches aufgebaut werden. In diesem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit der Tuesday Evening Thinktanks wird sichtbar, wie viele Gruppen es gibt, wie man eine solche Gruppe gründet , wie man andere Gruppen erreicht und sich austauscht und wie man einen solchen Gruppenabend Woche für Woche – oder in einem anderen Turnus – gestalten kann. Zudem gibt es Artikel und vorgeschlagene Formate, um einen vernünftigen Diskurs zu ermöglichen. Um zu unterscheiden zwischen hysterischer Verschwörungstheorie und an Fakten orientierter Diskussion. Usw. und so fort. Übrigens müssen Tuesday Evening Thinktanks nicht zwingend an Dienstagen stattfinden; natürlich ist jeder Abend, an dem sich die Menschen verabreden können, dafür geeignet.

Beispielformate:

Der Themenabend

Im Vorfeld wird ein Thema festgelegt, so das sich vor dem gemeinsamen Abend alle in ihren Möglichkeiten auf dieses Thema vorbereiten können. Ein Gruppenmitglied, möglicherweise jener, der das Thema vorschlug, moderiert den Abend mit einer kurzen Zusammenfassung und Darstellung des Themas an. Zeigt auf wo Diskussionsbedarf bestehen könnte, wo Widersprüche auftauchen und was er besonders kritisch sieht. Und los geht das Gespräch.

Die daNachrichten

Man trifft sich pünktlich, um Punkt 19:00 Uhr die Nachrichtensendung gemeinsam zu sehen. Den Sportteil kann man weglassen, er ist nur insofern interessant, wie viel Platz er bekommt.
Nach den Nachrichten schaltet man um auf das Internet und schaut sich gemeinsam um 19:30 Uhr auf Russia Today „Der fehlende Part“ an, das wochentägliche Nachrichtenmagazin des von Russland finanzierten weltweiten Internet -Senders.
Alle können sich während die Sendungen laufen, Notizen machen, dann einigt man sich worüber man zuerst zu sprechen beginnt. Da wo Diskussion möglich ist, wird sie geführt. Da wo Informationen fehlen, können Gruppenmitglieder Rechercheaufgaben – zum Beispiel für das nächste Treffen -übernehmen um besser informiert zu diesem Thema diskutieren zu können.

Der Gastvortrag

Man lädt sich einen Spezialisten für ein bestimmtes Thema ein, dieser hält einen Vortrag und geht anschließend mit der Gruppe in die Diskussion um das Thema.

Sichtbarmachen, dass es uns gibt und was uns bewegt

Am Ende eines jeden solchen Abends kann der jeweilige Thinktank zum Beispiel seine „Drei Highlights des Abends“ oder eine andersgeartete, kurze Zusammenfassung der Denkergebnisse des aktuellen Treffens online stellen und damit die anderen Thinktanks inspirieren.
Natürlich können weitere Formate entwickelt werden und über die Thinktank Social Media Kanäle allen zugänglich gemacht werden.

Wenn Ihr das macht und mir ’ne Rückmeldung gebt, bin ich bereit, die Website zu machen, wo wir alle unsere Ergebnisse ANONYM veröffentlichen 😉 Also schreibt mir! robert at innernet com

Enjoy!  Und lade Deine Freunde zu einem ersten Video Abend ein!

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