25. März 2011 Ein ganz normaler Tag im Büro – manchmal knallt’s halt …


Hollywoodreife Super-GAU Inszenierung im Lande Godzillas, Radioaktiv-opportunistischer Wahlkampf, Krieg am Mittelmeer, verstrahlte Japaner in aller Welt, die arabische Welt im Umbruch … Was ist das? Die Prophezeihung von 2012, das Ende der Welt? Kaum, doch selbst daran würden wir uns gewöhnen, wenn es uns in den Nachrichten formatgerecht verpackt nahegebracht würde. „Hallo? Jemand zuhause?!“ kloppfte der böse Biff Marty Mc Fly auf den Kopf. Ich fürchte, die Antwort lautet: „Nein.“ Denn wir sind im Büro und treiben das Floß voran – Richtung Abgrund.

19. März 2011 Unabschaltbar, unentkommbar – Bloß nicht die Wahrheit!

Die Sprachhypnose zur Beruhigung des ‚Volkes‘ ist perfide und schwer zu durchschauen. Wenn man ein Atomkraftwerk ‚abschaltet‘ läuft es automatisch in den Supergau. Nur durch monatelange weitere Kühlung und danach Lagerung der strahlungsaktiven Materie in kleinsten Portionen weit voneinander entfernt ist das zu verhindern. Das heißt, wenn ein Flieger in die bei uns nun abgeschalteten Atomkraftwerke fliegt, gibt es exakt den Furoshima Effekt. Vom Netz genommen ist eben nicht ‚abgeschaltet‘. Aber die Wortwahl und die Formulierungen in den Medien erwecken den Eindruck, man könne dem Problemkreis der Atomindustrie durch ‚abschalten‘ irgendwie entkommen.

Japan ist am Ende. Das ganze Land wird verstrahlt und vergiftet. Und während wir alle diese Wahrheit innerlich längst erfassen, versuchen wir unseren Kopf mit den Phrasen der Staats-Public-Relations zu beruhigen. So etwas wie Informationspolitik gibt es nicht. Das Wort schürt nur eine weitere Illusion, die wir allzu gerne glauben. Die Beschickung der Medien mit ‚Informationen‘ von Regierungsseite hat nur den Sinn, das Volk kontrollierbar zu halten. Ich finde das sehr verständlich. Aber das da ein ‚Recht auf Information‘ bestünde oder Ähnliches ist ein naiver Wunschglaube. Alles was verbreitet wird, hat den Sinn der Steuerung.

Es ist auch kein irgendwie geartetes ‚Ende‘ des Horrors abzusehen. So wie seit Jahr und Tag in Tschernobyl ständig weiter Menschen daran sterben, den Sarkophag dicht zu halten, so wird Fukoshima eine never ending Story of service to death. Denn das radioaktive Material ‚verschwindet‘ nicht. Es muss für IMMER gekapselt und gekühlt gehalten werden – falls DAS überhaupt gelingt.

In Russland hat das bereits über eine halbe Million Menschen, die am Reaktor NACH dem Unfall arbeiteten, das Leben gekostet. Wie so etwas in einer ‚offenen Demokratie‘ wie Japan umsetzbar sein soll, ist mir schleierhaft.

Die Menschheit lebt auf diesem Planeten wie ein Messie. Eine sehr junge Rasse, die sich ihre – einzige – Kinderwiege unbedacht vollscheißt. Ich kann gar nicht so viel weinen, wie unnötiges, selbstinszeniertes Leid meine Schwestern und Brüder quält. Lasst uns jede/r Einzelne versuchen, Bewusstheit zu befördern und unterstützen. Vielleicht lernen wir laufen, bevor wir unsere Wiege unbewohnbar machen.

viaRobert Stein-Holzheim | News | Blog.

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